WER IST DER RECHTSSTAAT?

Haben Begriffe wie Demokratie, Freiheit oder Gleichheit bereits einen warmen und positiven Klang, wirkt der Begriff der Rechtsstaatlichkeit doch in gewisser Weise vage, technisch und kalt. Es fällt schwer ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Rolle man als Individuum im Rechtstaat spielt und wie groß seine Relevanz für unsere Gesellschaft ist. Gerade mit Blick auf einen bereits ausgebrochenen Kampf um den Rechtsstaatsbegriffs – schauen wir bspw. nach Polen und Ungarn, aber auch nach Frankreich, Großbritannien und Deutschland – scheint uns ein Projekt, welches für den Facettenreichtum rechtsstaatlichen Engagements sensibilisiert ein wichtiges Anliegen.

Dieses Projekt ist ein Versuch aufzuzeigen, wie viele unterschiedliche Möglichkeiten es gibt, um diesen Begriff auszufüllen: Sei es im Bereich der Politik, der Justiz, des Journalismus, der Satire oder anderer Formen des politischen Aktivismus. Die Facetten des rechtsstaatlichen Engagements reichen hierbei von repräsentativen und institutionellen genauso wie zu künstlerischen Aufgaben, die - so glauben wir - ein Bild von dem zeichnen, was wir meinen, wenn wir über „Rechtsstaatlichkeit” und “rechtsstaatliche Werte” diskutieren.

Entstanden ist eine Portraitreihe von Personen die sich ernsthaft für rechtsstaatliche Anliegen einsetzen und zum gesellschaftlichen Wandel beitragen, indem sie politische Debatten anstoßen und damit grundlegenden Veränderungen im (rechts-)politischen Diskurs beitragen. Mit den ausgewählten Personen haben wir versucht einen Querschnitt eben solcher Debatten zu zeichnen, die die Diskussion um den Rechtsstaat prägen und schärfen.

Entstanden in Zusammenarbeit Arian Henning.